H2Syngas

Die saarländische Stahlindustrie mit den Konzernen Dillinger und Saarstahl spielt als industrieller Verbraucher eine zentrale Rolle in der strategischen Entwicklung der grenzüberschreitenden Wertschöpfungskette für Wasserstoff in der Region. Dabei ist der Einsatz von Wasserstoff für eine Emissionsreduzierung in den Prozessen der Stahlindustrie unerlässlich.

Dillinger und Saarstahl haben bereits im Jahr 2020 an beiden Hochöfen der gemeinsamen Tochtergesellschaft ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH eine Anlage zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion in Betrieb genommen, die sogenannte Koksgaseindüsungsanlage. Damit verringern beide Konzerne ihre CO2-Emissionen weiter und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen für den praktischen Einsatz von grünem Wasserstoff. Im Rahmen des Innovationsprojektes „H2SYNgas“ wird eine Technologie entwickelt, welche die Nutzung von eigenen Prozessgasen und darüber hinaus von erheblichen Wasserstoffmengen für den Hochofenprozess ermöglicht. Das aus eigenen Prozessgasen erzeugte Synthesegas wird mit Wasserstoff angereichert. Dieses wasserstoffreiche Mischgas wird dann als Reduktionsmittel für die Reduktion der Eisenerze eingesetzt. Auf diese Weise wird Koks im Hochofenprozess verdrängt und es werden somit CO2-Emissionen vermieden. In Anlehnung an die Koksgaseindüsung wird SHS – Stahl-Holding-Saar durch den Einsatz dieser innovativen Technik den nächsten Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion im Saarland gehen.

FirmaSHS- Stahl Holding Saar
ProjektH2SYNgas
Wasserstoffverbrauch bis 2026
(in Tonnen pro Jahr)
Ca. 12.800
Wasserstoffverbrauch bis 2029 mit Dekarbonisierung durch Koksgaseindüsung
(in Tonnen pro Jahr)
50.000
CO2 (eingesparte Tonnen pro Jahr) bis 2029915.000